Rheinischer Sauerbraten mit Pfirsich-Essig verbindet ein klassisches deutsches Schmorgericht mit einer fein fruchtigen Note. Das Rindfleisch wird mehrere Tage in einer Beize aus Rotwein, unserem milden Pfirsich-Essig und Sauerbraten Gewürz eingelegt und anschließend langsam geschmort, bis es schön zart ist.
Für unser Sauerbraten Rezept verwenden wir das Sauerbraten Gewürz von Gewürze Kiste. Die Mischung mit Koriander, Senfkörnern, Zwiebel, Piment, Karotte, Wacholderbeeren, Pfeffer, Rosmarin und Paprika bringt bereits eine ausgewogene Würzung für die Beize mit.
Eine Besonderheit unseres Rezepts ist der Pfirsich-Essig mit 3 % Säure. Er ersetzt den klassischen Rotweinessig und sorgt für eine mildere Säure mit einer feinen fruchtigen Note. Dazu passen Kartoffelklöße und Apfelrotkohl.
Rheinischer Sauerbraten mit Pfirsich-Essig – das Rezept
Für einen guten Sauerbraten braucht es vor allem Zeit. Das Rindfleisch wird zunächst für mehrere Tage eingelegt. Dadurch nimmt es die Aromen der Beize und des Sauerbraten Gewürzes auf.
Nach dem Marinieren wird das Fleisch kräftig angebraten und anschließend langsam geschmort. Aus der aufgefangenen Beize, den Röstaromen, Printen und etwas Rübenkraut entsteht die kräftige süß-säuerliche Sauerbratensoße.
Rheinischer Sauerbraten mit Pfirsich-Essig
Zutaten
Für Fleisch und Beize
- 1,2 kg Rinderbraten, z. B. Schulter oder Bug
- 500 ml trockener Rotwein
- 250 ml Pfirsich-Essig von Gewürze Kiste (3 % Säure)
- 100 ml Wasser
- 30 g Sauerbraten Gewürz von Gewürze Kiste
- 2 Zwiebeln
- 1 Möhre
- 100 g Knollensellerie
- 2 Lorbeerblätter
Zum Schmoren und für die Soße
- 2 EL Butterschmalz
- 2 EL Tomatenmark
- ca. 400–500 ml der aufgefangenen Beize
- 50 g Printen oder brauner Lebkuchen
- 1 EL Rübenkraut
- 50 g Rosinen
- Salz
Anleitungen
- Beize vorbereitenZwiebeln, Möhre und Sellerie grob schneiden. Rotwein, Pfirsich-Essig, Wasser, Sauerbraten Gewürz, Gemüse und Lorbeer in einen Topf geben. Kurz aufkochen und anschließend vollständig abkühlen lassen.
- Sauerbraten einlegenRindfleisch in ein möglichst passgenaues Gefäß legen und mit der kalten Beize übergießen. Das Fleisch sollte möglichst vollständig von Flüssigkeit umgeben sein.Abgedeckt 4–5 Tage im Kühlschrank marinieren und einmal täglich wenden.
- Fleisch vorbereitenRindfleisch aus der Beize nehmen und gründlich trocken tupfen. Die Marinade durch ein Sieb gießen und auffangen. Das Gemüse ebenfalls aufbewahren.
- Sauerbraten anbratenButterschmalz in einem schweren Bräter stark erhitzen. Das Fleisch rundherum kräftig anbraten, bis eine schöne braune Kruste entstanden ist. Anschließend herausnehmen.
- Gemüse anröstenDas abgetropfte Gemüse aus der Beize in den Bräter geben und kräftig anrösten. Tomatenmark hinzufügen und kurz mitrösten.
- Sauerbraten schmorenFleisch wieder in den Bräter legen und zunächst etwa 400 ml der aufgefangenen Beize angießen.Zugedeckt bei niedriger Hitze etwa 2½–3 Stunden langsam schmoren. Zwischendurch wenden. Bei Bedarf etwas weitere Beize hinzugeben.Das Fleisch ist fertig, wenn es schön zart geworden ist.
- Sauerbratensoße zubereitenFleisch aus dem Bräter nehmen und warm halten. Schmorflüssigkeit durch ein Sieb geben und wieder in einen Topf füllen.Printen oder Lebkuchen hineinbröseln und unter Rühren einige Minuten köcheln lassen. 1 EL Rübenkraut einrühren.Optional Rosinen hinzufügen und kurz mitköcheln lassen.Die Soße anschließend probieren. Ist sie zu kräftig oder sauer, kann etwas Wasser zugegeben werden. Fehlt Säure, etwas von der verbliebenen Beize ergänzen. Erst ganz zum Schluss bei Bedarf salzen.
- ServierenSauerbraten quer zur Fleischfaser in Scheiben schneiden und mit reichlich Soße servieren.Besonders gut passen Kartoffelklöße und Apfelrotkohl dazu.
Notizen
Was ist Rheinischer Sauerbraten?
Rheinischer Sauerbraten ist ein traditionelles deutsches Schmorgericht. Charakteristisch ist, dass das Fleisch vor dem eigentlichen Garen mehrere Tage in einer säuerlichen Marinade eingelegt wird.
Für die rheinische Variante wird häufig Rindfleisch verwendet. Nach dem Einlegen wird das Fleisch kräftig angebraten und anschließend langsam geschmort. Dazu gehört eine dunkle, kräftige Soße mit einem ausgewogenen Verhältnis von Säure und Süße.
Kartoffelklöße und Rotkohl gehören zu den klassischen Beilagen und passen besonders gut zur kräftigen Sauerbratensoße.
Welches Fleisch eignet sich für Sauerbraten?
Für Sauerbraten eignet sich Rindfleisch, das eine längere Schmorzeit verträgt. Sehr gut geeignet sind beispielsweise Stücke aus der Rinderschulter oder dem Bug.
Für unser Rezept verwenden wir etwa 1,2 kg Rinderbraten. Das Fleisch bleibt während des Einlegens am Stück und wird erst nach dem Schmoren quer zur Fleischfaser in Scheiben geschnitten.
Durch die lange Schmorzeit wird das Fleisch zunehmend zart. Entscheidend ist deshalb weniger eine minutengenaue Garzeit als die tatsächliche Konsistenz des Bratens.
Sauerbraten richtig einlegen
Das Einlegen ist einer der wichtigsten Schritte bei der Zubereitung von Sauerbraten. Für unsere Beize verwenden wir trockenen Rotwein, Pfirsich-Essig, Wasser, Gemüse und Sauerbraten Gewürz.
Die Beize wird zunächst kurz aufgekocht und anschließend vollständig abgekühlt. Erst danach kommt das rohe Rindfleisch hinein.
Das Fleisch sollte möglichst vollständig von der Flüssigkeit umgeben sein. Deshalb empfiehlt sich ein Gefäß, das nur wenig größer als der Rinderbraten ist.
Während der Marinierzeit bleibt der Sauerbraten abgedeckt im Kühlschrank und wird einmal täglich gewendet.
Wie lange muss Sauerbraten eingelegt werden?
Für unser Sauerbraten Rezept empfehlen wir eine Marinierzeit von 4 bis 5 Tagen. Dadurch hat das Rindfleisch ausreichend Zeit, die Aromen der Beize aufzunehmen.
Das Fleisch muss während der gesamten Zeit gekühlt bleiben. Einmal täglich wenden, damit die Beize möglichst gleichmäßig auf das Fleisch einwirken kann.
Nach dem Einlegen wird das Fleisch aus der Flüssigkeit genommen und sorgfältig trocken getupft. Die Beize wird nicht weggeschüttet – wir benötigen sie später zum Schmoren und für die Soße.
Warum Pfirsich-Essig für Sauerbraten?
Statt klassischem Rotweinessig verwenden wir für dieses Rezept einen milden Pfirsich-Essig mit 3 % Säure. Dadurch bekommt die Beize eine mildere Säure und gleichzeitig eine dezente fruchtige Note.
Für 1,2 kg Rindfleisch benötigen wir lediglich 250 ml Pfirsich-Essig. Zusammen mit 500 ml trockenem Rotwein und 100 ml Wasser entsteht ausreichend Beize für den Sauerbraten.
Die fruchtige Note harmoniert besonders gut mit der späteren Sauerbratensoße und ihrer Kombination aus Säure, Printen und Rübenkraut.
Welches Gewürz braucht man für Sauerbraten?
Für unser Rezept verwenden wir 30 g Sauerbraten Gewürz von Gewürze Kiste.
Die Gewürzmischung enthält Koriander, Senfkörner, Zwiebel, Piment, Karotte, Wacholderbeeren, Pfeffer, Rosmarin und Paprika.
Dadurch müssen diese Gewürze nicht einzeln zusammengestellt werden. Zusätzlich verwenden wir lediglich Lorbeerblätter, da Lorbeer nicht Bestandteil unserer Sauerbraten Gewürzmischung ist.
Sauerbraten nach dem Einlegen richtig anbraten
Nach 4 bis 5 Tagen wird das Rindfleisch aus der Beize genommen. Vor dem Anbraten sollte die Oberfläche sorgfältig trocken getupft werden.
Das ist wichtig, damit das Fleisch im heißen Butterschmalz tatsächlich kräftig bräunt. Ist die Oberfläche noch sehr feucht, beginnt das Fleisch zunächst eher zu dämpfen.
Den Rinderbraten deshalb in einem schweren Bräter bei hoher Temperatur rundherum kräftig anbraten. Die dabei entstehenden Röstaromen bilden später eine wichtige Grundlage für die dunkle Sauerbratensoße.
Gemüse und Tomatenmark kräftig anrösten
Nach dem Anbraten wird das Fleisch zunächst aus dem Bräter genommen. Anschließend kommt das abgetropfte Gemüse aus der Beize hinein.
Das Gemüse ebenfalls kräftig anrösten. Danach das Tomatenmark hinzugeben und kurz mitrösten.
Dabei sollte das Tomatenmark Farbe bekommen, aber nicht verbrennen. Zusammen mit dem Bratensatz entstehen so zusätzliche Röstaromen für die spätere Soße.
Wie lange muss Sauerbraten schmoren?
Das angebratene Fleisch kommt zurück in den Bräter. Anschließend werden zunächst etwa 400 ml der aufgefangenen Beize angegossen.
Der Sauerbraten wird zugedeckt bei niedriger Hitze ungefähr 2½ bis 3 Stunden langsam geschmort.
Während der Garzeit sollte der Braten gelegentlich gewendet werden. Falls zu viel Flüssigkeit verdampft, kann etwas weitere Beize hinzugegeben werden.
Der Sauerbraten ist fertig, wenn das Rindfleisch schön zart geworden ist. Die tatsächliche Garzeit kann je nach Fleischstück etwas variieren.
Wie macht man eine kräftige Sauerbratensoße?
Nach dem Schmoren wird das fertige Fleisch aus dem Bräter genommen und warm gehalten. Die Schmorflüssigkeit wird durch ein Sieb gegeben und anschließend wieder erhitzt.
Für unsere Sauerbratensoße verwenden wir etwa 50 g Printen oder braunen Lebkuchen. Dieser wird in die heiße Soße gebröselt und unter Rühren aufgelöst.
Dadurch bekommt die Soße nicht nur zusätzliche Würze, sondern gleichzeitig eine schöne Bindung.
Anschließend zunächst 1 EL Rübenkraut einrühren. Da unser Pfirsich-Essig bereits eine leichte Fruchtnote mitbringt, sollte die Süße vorsichtig dosiert werden.
Rosinen im Rheinischen Sauerbraten – ja oder nein?
Rosinen können dem Rheinischen Sauerbraten eine zusätzliche süß-fruchtige Komponente geben. Sie sind allerdings Geschmackssache.
Deshalb führen wir etwa 50 g Rosinen als optionale Zutat. Wer sie verwenden möchte, gibt sie zum Ende der Zubereitung in die fertige Soße und lässt sie noch einige Minuten mitköcheln.
Wer seinen Sauerbraten lieber weniger süß mag, lässt die Rosinen einfach weg.
Wie bekommt Sauerbratensoße das richtige Verhältnis von süß und sauer?
Eine gute Sauerbratensoße lebt vom Zusammenspiel verschiedener Geschmacksrichtungen. Sie sollte kräftig und angenehm säuerlich sein, aber gleichzeitig eine leichte Süße besitzen.
Ist die fertige Soße zu sauer, können etwas Rübenkraut oder ein wenig Wasser helfen. Fehlt dagegen Säure, kann vorsichtig etwas von der aufgefangenen Beize hinzugegeben werden.
Erst ganz zum Schluss sollte die Soße mit Salz abgeschmeckt werden.
Was passt zu Rheinischem Sauerbraten?
Zu Rheinischem Sauerbraten passen klassische Beilagen, die die kräftige Soße gut aufnehmen.
Besonders gut eignen sich:
- Kartoffelklöße
- Semmelknödel
- Salzkartoffeln
- Kartoffelpüree
- Rotkohl
- Apfelrotkohl
Unsere bevorzugte Kombination sind Kartoffelklöße und Apfelrotkohl. Die leichte Süße des Rotkohls harmoniert sehr gut mit der kräftigen süß-säuerlichen Soße.
Kann man Sauerbraten vorbereiten?
Sauerbraten eignet sich hervorragend zum Vorbereiten. Da das Fleisch ohnehin mehrere Tage eingelegt wird, lässt sich das Gericht gut im Voraus planen.
Auch der fertig geschmorte Sauerbraten kann später wieder langsam erwärmt werden. Dabei sollte ausreichend Soße vorhanden sein, damit das Fleisch beim Erwärmen nicht austrocknet.
Das macht Sauerbraten auch zu einem guten Gericht für Feiertage, Familienessen oder größere Runden.
Sauerbraten Gewürz von Gewürze Kiste
Für unseren Rheinischen Sauerbraten verwenden wir das Sauerbraten Gewürz von Gewürze Kiste.
Die Mischung aus Koriander, Senfkörnern, Zwiebel, Piment, Karotte, Wacholderbeeren, Pfeffer, Rosmarin und Paprika ist speziell für kräftige Schmorgerichte und Sauerbraten geeignet.
Für unser Rezept mit 1,2 kg Rindfleisch verwenden wir etwa 30 g Sauerbraten Gewürz. Es wird direkt mit in die Beize gegeben, sodass sich die Gewürzaromen während der mehrtägigen Marinierzeit verteilen können.
Pfirsich-Essig für eine fruchtige Sauerbraten-Beize
Eine Besonderheit unseres Rezepts ist die Verwendung von Pfirsich-Essig von Gewürze Kiste. Mit 3 % Säure ist er milder als viele klassische Weinessige und bringt zusätzlich eine feine Fruchtnote mit.
Wir verwenden bewusst nur 250 ml Pfirsich-Essig. Dadurch bleibt das Rezept auch hinsichtlich der benötigten Essigmenge praktikabel und die Pfirsichnote überdeckt den eigentlichen Charakter des Sauerbratens nicht.
Zusammen mit trockenem Rotwein, unserem Sauerbraten Gewürz und dem Gemüse entsteht daraus eine aromatische Beize für das Rindfleisch.
Rheinischen Sauerbraten selber machen
Ein guter Rheinischer Sauerbraten braucht vor allem ausreichend Zeit. Das mehrtägige Einlegen, kräftiges Anbraten und langsame Schmoren sorgen dafür, dass aus dem Rinderbraten ein aromatisches und zartes Schmorgericht entsteht.
Unser Sauerbraten Gewürz übernimmt dabei einen großen Teil der Würzung. Der milde Pfirsich-Essig bringt die notwendige Säure und gleichzeitig eine dezente fruchtige Note in die Beize.
Mit einer kräftigen Soße aus Schmorflüssigkeit, Printen und etwas Rübenkraut sowie Kartoffelklößen und Rotkohl wird daraus ein herzhaftes Gericht für die kühlere Jahreszeit, Feiertage oder ein gemütliches Familienessen.





